asien rundreise teil 2 – in love with cambodia

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wir saßen mittlerweile im bus richtung siem riep. die reise fühlte sich immer länger an und obwohl der bus relativ (!) klimatisiert war, hatte ich langsam das gefühl, mit dem plastiksitz eins zu werden. als wir endlich am ziel ankamen, stürzten wir aus dem bus und wurden gleich von diversen tuk tuk fahrern abgefangen, die uns gleich zu diversen pensionen bringen wollten. man muss erwähnen, dass siem riep voller luxus hotels ist. mit diesen arbeiten die tuk tuk fahrer allerdings nicht zusammen. man wird in kleine guesthouses gebracht, die mal mehr, mal weniger gut aussehen. das guesthouse, mit dem unser fahrer zusammengearbeitet hat, gehörte eher zu der zweiten kategorie. das zimmer war dunkel. die möbel fielen leicht auseinander und das schlimmste: die laken waren dreckig. ähm… nö! sind dann in ein anderes guesthouse gefahren (dafür erntet man zwar pikierte blicke, aber was soll’s), das dann doch um einiges besser war. auch kein luxus, aber wir hatten eh nur einen kürzeren zwischenstopp in siem riep eingeplant, um die tempelanlagen zu besichtigen. schnell unter die dusche (die ein einziger raum war mit der toilette. aber diese war nach der dusche wenigsten schön sauber) und dann ab zum abendessen. wir haben auf einem platz mit vielen plastikstühlen gegessen, an dessen seite sie ein bbq mit viel seafood gemacht haben. auf diesem platz tummelten sich die ganzen straßenkinder. und fischten essensreste von den touris aus dem müll. in kambodscha gibt es aufgrund der geschichtlichen ereignisse (wen es interessiert: die roten khmer) kaum ältere menschen. in diesem land gibt es wahnsinnig viele kinder. straßenkinder. und welche die familie haben. das land lebt größtenteils vom tourismus. es gibt viel zu viel armut und traurige dinge, die man an jeder ecke sieht. von touristenführern wird man angehalten, den kindern kein geld zu geben, da teilweise organisierte banden hinter den straßenkindern stecken. ich weiss es nicht. und ich will hier auch gar nicht zu viel auf dieses thema eingehen, weil es ein sehr emotionales thema ist. man muss für sich selber wissen, wie man handeln will und ob man einem kind was zu essen oder geld gibt. ist man in kambodscha, wird man mit diesem thema auf jeden fall konfrontiert. und irgendwie ist es auch gut. uns wird bewusst, wie gut es uns eigentlich geht und dass man auch ab und zu den blick nach aussen lenken soll. es gibt diverse organisationen, in denen man eine patenschaft für solche kinder übernehmen kann. ich finde, dass dies durchaus eine möglichkeit ist und niemandem weh tut. jedenfalls hat mich dieser anblick (obwohl man irgendwie weiss, dass einen das erwartet), sehr geschockt und ich konnte weder das essen noch sonst irgendwas geniessen.

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am nächsten tag haben wir einige impressionen von dem hektischen treiben auf den straßen gesammelt. an jeder ecke gibt es essen. kleine straßenstände. fahrräder, die beladen sind. durch die hitze sind die gerüche auf den straßen sehr intensiv.

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gen abend haben wir uns dann auf den weg richtung tempelanlagen gemacht. die sonne ging schon unter. es war noch schwül, aber einigermaßen erträglich. und uns bot sich ein so herrlicher anblick.

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bei einem aussichtspunkt konnte man über den ganzen urwald sehen. die stimmung zu diesem zeitpunkt war unglaublich. auf der rückfahrt haben wir aus unserem tuk tuk die vielen motorräder beobachtet, die mit teilweise bis zu vier kindern und einem erwachsenen beladen waren.

am nächsten tag machten wir uns nun auf, die tempelanlagen richtig zu besichtigen. unser tuk tuk fahrer hat uns morgens aus dem guesthouse abgeholt und ist uns den ganzen tag über treu gelieben. man vereinbart hierfür eine pauschale, die für einen fahrer teilweise ein ganzes monatsgehalt darstellt. bei dem größten tempel haben wir uns einen guide genommen, der wirklich sehr bemüht war und auch wirklich gutes englisch konnte. weil die hitze aber so wahnsinnig drückend war und sich das hirn mehr und mehr verabschiedete, konnte ich den erzählungen nicht immer folgen. trotzdem war es sehr beeindruckend.

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die tempelanlagen zu besichtigen ist auf jeden fall lohnenswer, aber auch sehr anstrengend. man sollte unbedingt einige pausen einplanen und viel, viel trinken. auf klo muss man auch nicht – das wird alles ausgeschwitzt!^^

mich hat am meisten der berühmte „lara croft“ tempel beeindruckt, weil dieser schon sehr zerfallen war und sich die bäume mit ihren riesigen wurzeln quasi den tempel einverleibt haben. es ist wunderschön dort. und die größte einnahmequelle kambodschas. deswegen ist siem riep auch wie eine goldgräberstadt und die luxus hotels sind dort wie aus dem boden geschossen.

nach den tempelbesichtigungen hat unser fahrer uns dann angeboten, noch ein wenig ausserhalb siem riep rumzufahren. und wir sind seiner einladung gefolgt. der fahrtwind tat einfach zu gut. und man konnte so nochmal einige impressionen sammeln, ohne seine eigenen füße weiterhin zu schinden.

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wir sind noch am selben abend mit einem reisebus richtung sihanoukville gefahren. dort angekommen, wollten wir an den strand von otres beach. ich hatte vorher in einer zeitschrift gelesen, dass es ein sehr schöner spott zum chillen sein soll. das problem war, dass kaum ein fahrer uns dorthin bringen wollte. alle meinten nur: bumpy road! mit ein wenig bestechungsgeld ging es dann doch. ganz früh am morgen sind wir endlich angekommen und haben uns das wish you were here ausgesucht. das hostel wurde gerade vor ein paar monaten eröffnet und somit war hier alles recht neu. wir haben hier in einem kleinen bungalow mit einer matratze, einem moskitonetz und einem ventilator drin gewohnt. mehr braucht man allerdings auch nicht. der öffentliche waschbereich und die toiletten waren auch komplett in ordnung. leider war die wasserqualität hier sehr schlecht und immer wenn ich geduscht habe, hat sich meine wunde (die story zum sturz gibt es in teil 01) wieder entzündet. war n bisschen ätzend, weil ich auch nicht ins meer mehr konnte. so fristete ich mein dasein in otres beach lediglich auf der einen oder anderen strandliege. gut, gibt schlimmeres. aber im meer war es so viel angenehmer. otres beach war phantastisch. ein ganz kleiner ort. bestehend hauptsächlich aus kleinen hostels und frühstückslokalen. man bekam hier wirklich gutes essen. die leute waren freundlich und total entspannt und hier kam man auch gut in kontakt zu den kambodschanern. eigentlich war dies unsere lieblingsstation während unser reise. die leute haben uns mit ihrer fröhlichkeit angesteckt. man konnte den ganzen tag am strand liegen und essenstechnisch war es auch entspannt (zumal mein magen das asiatische essen mittlerweile nicht mehr so gut vertragen hat und man hier auch sehr gut europäisches frühstück bekam).

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nur ein mal sind wir aus unserem kleinen dörfchen raus, um ein visum für vietnam zu beantragen. was übrigens mega easy und total schnell ging. unsere nächste station sollte phu quoc sein…

photos von ruben riegamer