BLACK SEA CIRCLE 2013 – TEIL 01

Bei uns klopft heute der erste Advent an und meine gute Freundin Rabea (bereits verantwortlich für den Reisebericht über Vilnius) lässt heute ihre letzte Reise Revue passieren. Da dies eine besondere Reise war, mit besonderen Orten, besonderen Erlebnissen und einem besonderen Gefährt, wird diese Reise uns nun die nächsten Sonntage vom Winter ablenken und in die Ferne schweifen lassen. Der erste Teil beginnt heute. Viel Spaß euch mit Rabeas Reise und ich dank dir, dass wir an diesem Abendteuer teilhaben dürfen!

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Black Sea Circle 2013 …Was versteht man darunter? …Was soll das? …Und ist das noch Urlaub?

So, wie soll ich nur anfangen? Hmmm… dies ist ein Reisebericht, vielleicht der etwas anderer Art. Den Ballermann kennt jeder, den findet man auch blöd und Urlaub ist das bestimmt nicht! Also haben wir uns letztes Jahr gedacht, für 2013 muss etwas anderes her (nicht dass wir sonst zum Ballermann fahren würden!!!), was ganz anderes.

Wer viel reist und schon das ein oder andere Land besucht hat, wird es natürlich jedes Jahr etwas schwieriger haben. Das ging uns natürlich auch so, deshalb haben wir uns hierfür entschieden: BLACK SEA CIRCLE 2013 mehr als16 Tage unbekanntes Terrain, viel mehr als 7.000 Kilometer auf den letzten Schotterpisten Europas durch die Perlen des Ostens bis an die Grenzen zum Orient. In einem Fahrzeug, das jedes Schlagloch locker in die Tasche steckt (ok, das war bei uns nicht ganz so). Durch eine Kulisse, so vielfältig, dass du nicht mehr weißt, wo dir der Kopf steht. Du fährst über staubige Straßen, vorbei an weißen Stränden, über raue Gebirgszüge und durch einsame Wildnis, mitten durch das Herz des ehemaligen Ostblocks, mit Städten und Dörfern in denen die Zeit still zu stehen scheint. Du entdeckst die unendlichen weiten Anatoliens, eventuell den Iran und Irak und die schneebedeckten Berge des Kaukasus, die Halbinsel Krim und die Felder Polens. Ganz einfach: die Umrundung des Schwarzen Meeres – no GPS, no Navigation System, no Highways –  more Adventure.

Das war der erste Teil der Beschreibung, der uns aufgefallen ist. Ok, alles gut soweit, aber wie funktioniert das? So: Wir fordern dich heraus: der Black Sea Circle ist eine Abenteuer Rallye und keine geführte Tour! Bei der Route bist du komplett auf dich alleine gestellt. Wir geben dir keinen bestimmten Weg vor, dem du folgen musst. Wo wäre der Spaß, wenn alle Rallye-Teams in einer langen Autoschlange um das Scharze Meer rasen? Genau! Du biegst dort ab, wo es für dich am abenteuerlichsten ist. Und damit jedes Team von seinen Abenteuern berichten kann, lassen wir eine phantastische Rallye-Party steigen, mit der ganzen Rallye-Crew. Irgendwo am Übergang von Okzident zu Orient. Wo genau, bleibt bis zum Start unser Geheimnis… das ist dir immer noch nicht genug? Ok. Solltest du die am Start ausgehändigten Informationen im Roadbook richtig entschlüsseln, hast du die Chance an weiteren atemberaubenden Plätzen mit uns das Rallye Spektakel zu zelebrieren. Und das Ganze auch noch für einen guten Zweck.

Zusammengefasst bedeutete das: Besorg dir deine Karten selbst. Sieh zu, wo du übernachtest. Schau dir so viele coole Orte an, wie es nur geht. Zahl deinen Charity-Beitrag und ganz wichtig: fahr ein altes Auto!…Das war unsere Aufgabe und um das Ganze noch etwas interessanter zu gestalten, haben wir uns für ein richtig altes Auto entschieden, ein ganz altes – Baujahr 1960.

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 Nachdem wir uns angemeldet hatten, gingen aber die Fragen richtig los: Ist unser Auto nicht vielleicht doch ein bisschen zu alt? Wo brauchen wir Visa? Können wir über jede Grenze mit dem Auto? Sind wir noch im ADAC-Gebiet..? Können wir überall in unserem Dachzelt campen? Was ist mit gefährlichen Tieren? Gibt es Reisewarnungen? Was brauchen wir überhaupt?…Fragen, Fragen, Fragen. Wir recherchierten die meisten Fragen und beantragten unsere Visa, was übrigens für Russland ein unglaublicher Spass war! Ich sage nur: bitte demonstrieren sie ihre soziale Verbundenheit mit Deutschland!?! Was? Die spinnen doch! Aber auch das haben wir geschafft. Ich habe Reiseführer und Reiseberichte gewälzt, Routen ausgedruckt und mich um die medizinische Versorgung gekümmert. Mein Freund hat sich um das Auto, Werkzeug und die „Küche“ gekümmert. Ich bin jetzt noch dankbar über unseren Gaskühlschrank. Die Vorbereitungen haben schon ein paar Wochen gedauert, aber dann ging es endlich los.

Nächsten Sonntag geht es weiter…

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