BLACK SEA CIRCLE 2013 – TEIL 03

Nach einem ausgiebigen Bad im See machen wir uns auf den Weg nach Rumänien. Wir sind gespannt, was uns erwartet, ob alles wie in unserer Vorstellung aussieht oder doch ein wenig anders. Kurz nach der Grenze trifft genau das ein, was wir erwartet haben: alte leerstehende Fabrikgebäude, Ostblock-Atmosphäre und merkwürdige Freizeiteinrichtungen. Nicht besonders schön.
Black Sea Circle 22-24Black Sea Circle 25-28

Doch dann nach einiger Zeit kommen die Karpaten und das Siebengebierge immer näher und wir sind positiv überrascht, wie schön es hier ist. Irgendwie sieht es ein bisschen nach Heidi und Peter aus.
Gerne würden wir uns hier einen netten Platz zum Schlafen suchen, doch wir sind natürlich wieder auf der Suche. Auf der Suche nach einer Eishöhle, die noch aus der letzten Steinzeit übergeblieben ist. Einfach zu finden ist das Ganze natürlich auch wieder nicht, aber die Laune ist immer noch gut und wir erreichen noch bei Tageslicht den Ort Scărișoara, wo sich die Höhle befindet. Der Abstieg ist ein wenig beschwerlich und von Meter zu Meter wird es kühler von + 42° auf – 2° Grad. Schon alleine die Einstiegsschlucht lohnt sich.
Black Sea Circle 29-33Jetzt, wo wir wieder oben und wieder warm geworden sind, merken wir, dass wir für den heutigen Tag ganz gut in der Zeit liegen. Wir können entspannt die serpentinenartigen Strassen hinab fahren, noch einen Staudamm besichtigen und uns langsam mal zur Abwechslung einen Campingplatz suchen.

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Es ist einfach unglaublich! Wir finden relativ schnell einen Campingplatz. Und, wer sind die Besitzer? Ein Ehepaar aus den Niederlanden! Ich finde das super, da weiss man wenigstens, was man hat, denn wenn einer Profi im Campen ist, dann jawohl unsere Nachbarn! Da es langsam dunkel wird, werden wir nun ein wenig nervös. Wir hoffen, dass die Nacht ohne besondere Vorkommnisse verläuft, denn wir sind mittlerweile in Transilvanien.
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Wahnsinn, es ist Morgen und wir leben noch!! Jetzt wollen wir natürlich auch den Herrscher dieses Gebietes kennenlernen. Es geht weiter nach Bran zum Wohnort von Vlad III. Drăculea.
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Wow, das Wohnhaus von Dracula ist schon beeindruckend und wirklich schön restauriert, leider sind hier doch viele Touristen und wir können das Ganze nicht so wirklich geniessen. Zu unserer Freude treffen wir aber ein anderes Ralley Team und erledigen mit dem Team zusammen unsere „Wir töten jemanden, der wie Dracula aussieht“-Aufgabe. Es ist noch recht früh und wir trennen uns von dem anderen Team und verabreden uns für Istanbul, denn wir wollen endlich ans schwarze Meer! Unser letztes rumänisches Abenteuer haben wir mit einem Polizisten, der sich total freut, dass er uns anhalten kann, da er noch nie so ein altes Auto gesehen hat. „Sorry, sorry. Kein Geld, nur schauen und Foto machen“. Rumäniens Polizisten sind der Hammer!!! Wir lassen Rumänien hinter uns und fahren, mal wieder über die Donau, nach Bulgarien. Abends erreichen wir völlig erschöpft das Schwarze Meer.

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Wir wachen auf einem Campingplatz in der Nähe von Varna auf, direkt am Schwaren Meer, herrlich. Wir genießen die Ruhe und gehen erst mal baden. Anscheinend campt niemand in Bulgarien. Wir finden es super.

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Der heutige Tag wird lang, wir wollen noch nach Nesebar (eine Halbinsel im Schwarzen Meer mit historischen Holzhäusern), in die Türkei einreisen und auf jeden Fall nach Istanbul. Ich habe ein bischen Angst, was für eine lange Strecke.

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Nesebar ist schön anzuschauen, aber leider auch zu touristisch. Das hat ja aber bald ein Ende. Wir essen am Hafen noch etwas und starten in Richtung bulgarisch-türkische Grenze. Die bulgarische Grenze erweist sich als sehr unproblematisch, doch dann… Es sieht aus wie in der ehemaligen DDR, niemand spricht englisch, keiner kann uns sagen, wo wir als erstes hin müssen und wie lange der Spass dauern wird. Letztendlich fehlen uns angeblich sämtliche Papiere, jeder möchte Geld und wir müssen uns noch Unterlagen aus Deutschland faxen lassen. Nach fünf Stunden Gequassel, Hühnern im Auto und einem verletzten Fuß geht es nun endlich Richtung Istanbul. Wir sind mit dem Auto in der Türkei. Wow, wir haben es geschafft!!!
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Nächsten Sonntag geht es weiter.

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