BLACK SEA CIRCLE 2013 – TEIL 06

Black Sea Circle 127-132

Der Ishak-Pascha-Palast ist ein zwischen 1685 und 1784 erbauter burgähnlicher Palast des osmanischen Emirs von Doğubeyazıt çolak Abdi Paşa und seines Sohnes Ishak Paşa II. An der ehemaligen städtischen Siedlung unterhalb des Palastes vorbei führte die alte Handelsroute, ein Teil der Seidenstraße, nach Täbris in den Iran. Diese Route wollten wir eigentlich auch nehmen, aber das schaffen wir ja nun leider nicht mehr. Der Haremspalast ist wirklich beeindruckend, aber wir haben nicht viel Zeit, das Bauwerk zu genießen. Wir liegen leider nicht gut in der Zeit und müssen auch noch den Van Gölü (größter See der Türkei) auslassen. Das Auto macht immer mehr Probleme, aber es fährt…Gott sei Dank. Wir sind auf dem Weg nach Kars und dann nach Ani. Ani ist eine seit mehr als drei Jahrhunderten verlassene und heute in Ruinen liegende ehemalige armenische Hauptstadt an der alten Seidenstrasse. Wir passieren noch einmal den Ararat von der anderen Seite und fahren auf dem Weg zur armenischen Grenze durch unglaubliche Landschaften.
Black Sea Circle 133-138

Die Strasse von Kars nach Ani ist mal wieder etwas schwieriger zu befahren und macht unserem Auto wirklich Probleme. So lange wir keine Steigung haben, geht es, aber was machen wir nur mit dem Kaukasus??? Gut, das werden wir dann sehen. Wir erreichen Ani und treffen unser befreundetes Ralley Team, mit dem wir uns mal wieder verabredet haben, da die nächsten Kilometer etwas heikel werden könnten, aber dazu später mehr.
Black Sea Circle 139-145

Ani liegt im türkisch-armenischen Grenzgebiet auf einem Plateau (1338 m) umgeben von einer tiefen Schlucht und dem Fluss Akhurian, welcher heute die Grenze zwischen der Türkei und Armenien bildet. Heute ist Ani eine Geisterstadt und vorallem für die noch erhaltenen Zeugnisse armenischer Architektur bekannt. Die einzigen „Bewohner“ sind türkische Grenzsoldaten, vereinzelte Touristen und Anwohner des benachbarten türkischen Dorfes Ocaklı.
Es ist mittlerweile Nachmittag und wir folgen einem Tipp unseres letzten niederländischen Campingplatzbesitzers: wir fahren im Convoy zum See çıldır Gölü. Dort befindet sich wohl ein, nennen wir es mal, Fischrestaurant, und wenn wir dort essen, dürfen wir dort wohl auch campen, also schauen wir uns das mal an.
Black Sea Circle 146-153

Der See ist ein Traum! Der größte Süßwassersee der Türkei und niemad da – außer uns. Millionen von Fischen im Wasser, eine Menge Pelikane und leider auch viele Mücken. Die Nacht wird feucht fröhlich, wir essen super und trinken viel, wir müssen ja immerhin feiern, dass wir bis hierhin gekommen sind. In der Nacht haben wir mal wieder ein Problem mit den wilden Hunden, was uns ja ziemlich egal sein kann, da wir ja im Penthousezelt schlafen, aber die schuhe sind leider aufgefressen. Wir hatten bis jetzt eh keine großen probleme mit Bären, Wölfen oder Hunden, aber die anderen teams schon, vorallem mit den Hunden. Sie sind groß, komplett wild und aggressiv, also nicht vergleichbar mit den Straßenhunden in anderen Ländern.
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Nach dem Frühstück ist dann auch langsam der Verlust verschmerzt und wir fahren weiter Richtung Georgien. Eigentlich wollten wir noch nach Armenien, aber von der Türkei dürfen Ausländer nicht nach Armenien einreisen und müssen den Umweg über Georgien nehmen. So werden wir dann Armenien auslassen müssen. Die Fahrt geht über Posof nach Georgien. Bei der Grenze haben wir keine Probleme und alles läuft gut, wir werden wie immer mit einem Kopfschütteln begrüßt und für verrückt gehalten, vorallem wo wir jetzt auch noch das alte London Cap im Schlepptau haben. Bevor wir weiter Richtung Tiflis fahren, gönnen wir uns noch mal eine Abkühlung in einem Fluss und den letzten Besuch in einer türkischen Werkstatt.
Black Sea Circle 154-159

Den letzten Pass in der Türkei hat unser Auto noch gemeistert, aber wie geht es wohl weiter? Das London Cap hat auch Probleme und wir haben mittlerweile literweise Benzin geschluckt, da unsere Benzinpumpe immer mehr den Geist aufgibt. Also versuchen wir es nun noch mit einer georgischen Werkstatt.
Black Sea Circle 160-161

Es wird langsam dunkel als wir Tiflis erreichen, zum Glück parken wir direkt vor einem Hostel in der Innenstadt. Es sind sogar zwei Zimmer frei!!! Ok, für sechs Leute, aber das geht schon. Wir bringen unsere Sachen ins Hostel und ziehen erstmal los.

Nächsten Sonntag geht es weiter…

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