ROTKÄPPCHEN DESIGNS // MEHR MUT ZUM HUT

Rotkäppchen designsEiner meiner Vorsätze für 2014 ist definitiv, mir einen guten Hut zuzulegen. Weil ich Hüte viel, viel zu selten trage und sie doch jedes Outfit verändern und aufwerten können. Deswegen kam ich nicht umhin, mich bei Rotkäppchen designs. im Karoviertel umzusehen. Schon die Türklingel entlockt einem ein Lächeln (warum, das müsst ihr selbst erfahren) und wenn man sich mit der äußerst symathischen Modisitin Ulla unterhält und einen Blick auf die traumhaften Kreationen wirft, kommt man aus dem Strahlen nicht mehr heraus. Ulla ist Modistin durch und durch und der Berufswunsch „Hutmacherin“ festigte sich bereits während eines Schulpraktikums. Sie verfolgte fleissig ihren Weg bis zum Meisterbrief und ihr Traum, einen eigenen Laden in Hamburg zu haben, erfüllte sich dann auch, als sie die Räumlichkeiten in der Glashüttenstraße sah. Bei Ulla ist man in besten Händen und hier findet wohl jeder einen passenden Hut – und wenn nicht, dann wird eben ein passender gemacht. Auch ich habe einige der Kreationen probiert und mich in ein blaues Modell verliebt, das mir nicht so richtig aus dem Kopf geht und bei dem ich wohl noch zuschlagen werde. Vorher habe ich aber noch ein wenig mit Ulla gequatscht und das will ich euch nicht vorenthalten.

stryleTZ: Liebe Ulla, wenn du keine Modistin geworden wärst, was hättest du dann gemacht?

Ursula Anna Machalett: Damals habe ich nach Silberschmiedin, Konditorin und Dekorateurin gesucht. Und eben nach Modistin. Hätte ich gewußt, was ich alles werden könnte, wäre es vielleicht auch was anderes geworden. Aber in dieser Provinz ohne Internet und städtischen Einfluss, bin ich schon ganz froh, daß ich es so gut getroffen habe. Aus heutiger Sicht wäre ich wohl Grafikerin geworden. Oder Schuhmacherin. Auf jeden Fall was kreatives und was handwerkliches. Ich wollte immer was erschaffen und bauen.

stryleTZ: Gibt es für jeden Menschen den passenden Hut und wie findest du ihn?

Ursula Anna Machalett: Es gibt schon für fast jeden Menschen den richtigen Hut. Ich habe nur nicht immer für jeden Typ das Perfekte vorrätig. Aber dann sag ich das auch. Manch einer geht zur Farbberatung um herauszufinden, welche Farben ihm stehen, ich schau die Leute an und greife intuitiv zu einer Farbe und ebenso zu einem Modell. Das ist manchmal schwer zu erklären, aber nach vielen Jahren hat man den Blick dann raus.

stryleTZ: Woher kommt deine Inspiration für deine Modelle?

Ursula Anna Machalett: Mich inspirieren vor allem die Farben, Formen und Materialien ansich. Ich habe weder einen großen Stapel Magazine, die ich wälze noch gehe ich regelmäßig zu Messen. Ich beobachte gerne Menschen, schlender über Flohmärkte und blätter in alten Büchern. Das ist für mich ein guter Quell. Und natürlich spreche ich täglich mit Kunden über deren Wünsche und Ansprüche. All das in ein Objekt zu bringen, kann auch große schöpferische Prozesse freisetzen.

stryleTZ: Hast du selbst einen Lieblingshut?

Ursula Anna Machalett: Ich habe einen Lieblingshut, ja. Ein kleiner rosa Trachtenhut, der wie ein Fascinator vorne schräg auf dem Haaransatz sitzt und einfach gute Laune macht. Man ist gleich viel fröhlicher, wenn man ihn trägt. Und man bekommt irre positives Feedback.

Ulla ModistinstryleTZ: Was sind deine Hut-Trends für 2014?

Ursula Anna Machalett: Ich bin ja ehrlich gesagt kein allzu großer Fan von Trends. Ich finde es großartig, daß die Menschen wieder lieber Hüte tragen und sich sichtlich wohl damit fühlen. Es gibt kaum ein anderes Kleidungsstück, daß den Look so sehr verändern kann, wie ein Hut. Ich selbst liebe die Charlston-Glocken der 20erJahre sehr, aber auch lässige Herrenhutformen wie Fedora und Trillby. Diese wiederum kann man wunderbar entspannt in seinen Alltag einbauen. Trend ist, seinem guten Geschmack zu folgen!

Nach diesem kurzen, aber sehr informativen Interview durfte ich mich noch ein wenig in den heiligen Hallen einer Modistin umsehen: im Atelier. Hier fand ich zahlreiche Stoffe, Knöpfe in allen Farben und Formen und Verzierungen für jede Art von Hut.

Im Laden bei Ulla findet ihr aber nicht nur Hüte. Der Laden wird mit dem Hamburger Label marmeladenbrot geteilt und so hat frau auch gleich die Chance, sich von Kopf bis Fuß neu einzukleiden. Daniel Jaeckel berät gerne bei seinen trag- und wandelbaren Stücken, denn Tops können sich hier auch als Tasche entpuppen. Noch ein Anreiz mehr, sich in der Glashüttenstraße 102 umzusehen.

Rotkäppchen designs. // Glashüttenstraße 102 // 20357 Hamburg

xxbina

Follow on Bloglovin