FASHION REVOLUTION DAY

Fashion Revolution DayHeute ist es mal Zeit, sich ins Gedächtnis zu rufen, woher das eigentlich kommt, was wir jeden Tag mit Selbstverständlichkeit am Leib tragen. Wir machen uns viele Gedanken über unsere Kleidung, wie wir aussehen, ob es uns steht, wie teuer, wie trendy, wie schön. Aber leider machen wir uns viel zu wenig Gedanken, woher diese Stücke kommen und was mit den Menschen passiert, die sie tagtäglich für uns produzieren müssen. Auch ich bin ein Teil dieser Maschinerie – sowohl Designer als auch Konsument. Und jeden Tag kriege ich mit, wieviele Kleidungsstücke zur Produktion in die Welt hinausgeschickt werden. Genau vor einem Jahr ist ein Unglück in unvorstellbarem Ausmaß passiert und wer Bilder von der Katastophe in der Rana Plaza Factory in Bangladesch gesehen hat, der kann nur hauchweise erahnen, wie furchtbar es die Menschen dort getroffen hat. 1133 Menschen sind dort bei einem Brand und dem anschliessenden Zusammensturz der Fabrik ums Leben gekommen. Eine lächerlich kleine Entschädigung wurde mittlerweile an die Verbliebenen bezahlt. Aber das Business geht dort jeden Tag weiter und letztendlich geht es nur um möglichst viel Profit – da wird an der Sicherheit und Bezahlung der Menschen gerne mal gespart. Wir sollten uns spätestens heute – und hoffentlich länger – darüber bewusst sein, dass ein T-Shirt für wenige Euro nicht fair produziert worden sein kann und an wichtigen Stellen dann eben von Entscheidungsträgern Abstriche gemacht wurden. Wir wissen alle, dass das nicht richtig ist. Aber wir haben es einfach zu bequem. Umdenken passiert langsam. Heute können wir zumindest ein Zeichen setzen, indem wir unsere Kleidung auf links drehen und zeigen, woher sie stammt. Erinnert euch an die Menschen, die hierfür ihr Leben gelassen haben und setzt euch dafür ein, dass soetwas nicht mehr passieren kann. Teilt Fotos von euren umgedrehten Kleidungsstücken mit dem Hashtag #insideout und sprüht es in die Welt. Wenn alle ein Zeichen setzen und einige darüber hinaus sich noch mehr engagieren, passiert hoffentlich sehr bald ein Umdenken, das zu faireren Bedingungen in Produktionsländern führt. Also: Klamotte umdrehen und fleissig teilen. Wäre doch gelacht, wenn eine Masse an Menschen nicht ein klitzekleines bisschen die Welt verändern kann.

Mehr Infos findet ihr hier.

xxbina

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