MALEFICENT // KINOTIPP

MALEFICENTManchmal müssen Märchen aus einer anderen Perspektive erzählt werden und sie gewinnen dadurch an Bedeutung. Dieses Märchen hat für mich seit jeher sowieso einen enormen Wert, da ich bereits als Kind dem Disney-Film Dornröschen total verfallen war. Mein Opa hat leidenschaftlich gerne Disney Videos gesammelt und immer wenn wir dort waren und uns einen Film wünschen durften, dann habe ich Dornröschen gewählt.

Als ich gehört habe, dass Angeline Jolie Maleficent spielen wird, empfand ich die Hauptrolle als ideal besetzt – lediglich mit Elle Fanning als Aurora habe ich so ein bisschen meine Probleme. Aber dafür sieht sie wirklich aus wie eine ältere Version von Angelinas Tochter Vivienne, die im Film die junge Aurora spielt. Also dann irgendwie doch richtig gecastet. Nun aber du der abgewandelten Handlung von dem Märchenklassiker Dornröschen:

Es beginnt mit zwei Königreichen. Das eine von einem menschlichen König regiert, der sehr herrschsüchtig ist. Das andere wiederum ist ein fantastisches Reich voller Elfen und Fabelwesen, die ohne Herrscher es schaffen, in Frieden miteinander zu leben. Eines dieser Fabelwesen ist eine junge Fee mit großen Flügeln und Hörnern: Maleficent. Als sich eines Tages ein Mensch in das Reich schleicht und einen Edelstein klauen will, wird er von Maleficent gestellt. Es ist ein Junge und die junge Fee hegt Sympathien für den Eindringling. Er erzählt ihr, dass er ein Waisenkind ist, aber eines Tages im Schloß leben wird. Zum Abschied reicht er ihr die Hand. Maleficent verbrennt sich an seinem Eisenring und deswegen schmeisst der Junge den Ring weg. Gerührt von dieser Geste, macht Maleficents Herz einen Sprung und fortan träumt sie davon, den Jungen wiederzusehen.

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Auch er schein Gefallen an der jungen Fee gefunden zu haben und besucht sie nun des Öfteren in ihrem Reich. Aus der Freundschaft wird Liebe und als Maleficent 16 Jahre als ist, tauschen sie den Kuss der wahren Liebe. Doch leider verändert sich Stefan und wird angesteckt von der Herrschsucht und so wendet er sich von seiner Liebe mehr und mehr ab.

Maleficent ist die klügste und stärkste der Feen und übernimmt somit die Aufgabe über das Reich zu wachen. Der König des menschlichen Reiches fürchtet sich vor der stäker werdenden Macht und möchte sich das andere Reich aneignen. So startet er einen Überraschungsangriff, wird aber von Maleficent und den anderen Bewohnern in die Flucht geschlagen. Diese Schande kann der König nicht über sich ergehen lassen und so verspricht er demjenigen, der Maleficent tötet, dass dieser sein Nachfolger wird. Tja, und jetzt dürft ihr raten, wer sich so brennend für den Thron interessiert, dass er seine ehemalige Geliebte verraten würde. Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf. Maleficent werden die Flügel geklaut und fortan ist sie von Rache getrieben und wird zu der dunklen Fee. Den Rest des Märchens kennt man. Aber nicht so. Die Perspektive ist komplett verschoben und die Sympathien der Zuschauer sind die ganze Zeit auf Maleficents Seite. Vor allem weil sie nicht wirklich lange schön böse ist. Als sie die kleine Aurora sieht, knickt sie sehr bald ein und bereut, das Mädchen mit einem Fluch belegt zu haben.

So, mehr wird hier jetzt nicht verraten. Ihr sollt euch dieses Meisterwerk schliesslich noch im Kino ansehen. Und wenn es geht, dann bitte in 3D. Denn die phantastischen Welten, die Flüge der Feen und die ganz großen Effekte fühlen sich so noch realer an. Dieser Film ist zum Träumen schön und zeigt, dass wir alle uns immer noch gerne von Märchen verzaubern lassen, aber ein Perpektivenwechsel durchaus seinen Reiz hat.

MALEFICENTMit Jolie in der Hauptrolle sind besonders ihre bösen Momente spannend und von diesen hätte ich mir noch ein paar mehr gewünscht. Nichtsdestotrotz gefällt mir diese Dornröschenversion sehr gut und ich finde die Geschichte visuell einfach wahnsinnig ansprechend umgesetzt. Ich weiss, der Sommer ist da und man verschwendet diese Tage ungern im Kino – guckt ihn euch trotzdem an! Einfach nur sehenswert.

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